Heilsteine

Bernstein – Bedeutung, Feinheiten und Heilwirkung

Bernstein - Brennstein

Der Bernstein, auch „Brennstein“ genannt, beeindruckt Kenner und Liebhaber edler Heil- und Schmucksteine bereits seit Jahrtausenden. Der Bernstein und seine Unterarten kommen zum Beispiel in folgenden Ländern oder Regionen vor: Baltikum, Bitterfeld, West- und Ostafrika (Kopale), Madagaskar, Malaiischer Archipel, Neuseeland, Kolumbien… Von dort aus werden die wunderschönen Exemplare in die ganze Welt geliefert. Seine undurchsichtige bis klare, gelbe, grüne, rote, orangene, weiße, blaue, braune Farbgebung, verleiht diesem besonderen Schmucksstein aus fossilem Harz seinen doch recht geheimnisvollen, wertvollen Charakter. Seit seiner einstigen Entdeckung fasziniert der Bernstein durch ein ganz bestimmtes Baumharz – was ihn von anderen Verwandten, auch Abarten unterscheidet. Der wissenschaftliche  Name für den „echten“ Bernstein lautet Succinit. Hierbei handelt es sich um die prominente, baltische Bernsteinart, welcher eine enorme kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung zugrunde liegt.

Bernstein – Tradition, Schmuck und Wirkung

Geschätzt, ja vor allem bewundert und geliebt wird der Bernstein wegen seiner wunderschönen, absolut natürlichen Einschlüsse, welche zum Teil als Zeitzeugen einer bestimmten Epochen zu verstehen sind. Meist handelt es sich um Insekteneinschlüsse, welche uns auf phänomenale Weise die Vergangenheit offenbaren. Die Farbe des Bernsteins (im allgemeinen Sinn) variiert je nach Harz, Witterung und Lage. Bernstein Farbe Gelb oder Bernstein Farbe Grün. Beide Varianten wirken eindringlich, ziehen Betrachter in Ihren Bann und öffnen die Augen für eine prachtvolle Schönheit – geboren von Mutter Natur.

Bernstein! Augenfarbe eines wilden Raubtieres, aber viel mehr noch das glänzende Spiegelbild uriger Harze. Sein charmantes Aussehen ließ ihn gerade schon zu früheren Zeiten zum heiß begehrten Schmuckstein aufsteigen. Frauen verzauberte er durch seine kräftige Färbung und seine dezente Wandlungskunst. Eine Bernsteinkette war für jede Frau somit ein Geschmeide von hohem Wert. Wer im Besitz von Bernsteinketten war, fühlte sich innerlich, sowie äußerlich reich. Reich an Ausstrahlung, aber auch reich an Ansehen, welches der Bernstein nun einmal mit sich brachte. Auch in der Neuzeit wissen Fachmann und Sammler den weltbekannten Bernstein als Heilstein, Sammelobjekt oder Schmuck zu schätzen. Bernsteinschmuck wie zum Beispiel Bernsteinketten, Bernstein Armband, Bernstein Ohrstecker, haben allerdings ihren Preis, welcher derzeit gerade wegen einer explodierenden Nachfrage aus China rapide ansteigt. Bernsteine kaufen bedeutet mit wachem Auge auf das Objekt der Begierde zu blicken, denn auch hier sind zahlreiche Fälschungen unterwegs. Wer einen Bernstein kaufen möchte, sollte sich daher vorher gut informieren, denn nicht immer ist gleich ersichtlich, ob Preis oder Qualität stimmen. Je höher die Nachfrage nach dem Brennstein, desto mehr verzehren sich Menschen schier aller Altersgruppen und auch verschiedener Herkunft nach dem Bernstein. Nach jenem Stein, welcher den Liebreiz des Lebens, auch des Daseins so unwiderstehlich sinnlich, auch hoheitsvoll in sich vereint und sein Geheimnis nur dem Personenkreis preisgibt, welcher mit offenen Augen und ehrlicher Sympathie sich seiner gebührend annimmt.

Bernstein – Wirkung und Bedeutung des Heilsteins

Die fossile Baumharzversteinerung Bernstein erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Esoteriker vergöttern ihn als Heil- oder Kraftstein, lässt dieser sich doch bis auf die Urgeschichte der Menschheit zurück verfolgen. Ihm wird vielfach eine große, gar mächtige Bedeutung zugesprochen, auch macht er als grandioses Kunstobjekt – das legendäre Bernsteinzimmer – gerne von sich reden. Reiben wir den Bernstein, lädt dieser sich schnell elektrostatisch auf. Sein lateinischer Name „Electrum“ weist bereits auf diese Fähigkeit hin. Durch diese besondere Eigenart fand er oft in heimischen Waschküchen Platz. Zum Einsatz kam der Bernstein dort als zauberhafte Kleiderbürste. Seine elektrostatische Aufladung zog kleine Staubpartikel an und hielt damit Kleidungsstücke fusselfrei. Die griechische Bezeichnung „Elektron“ wurde mit „Hellgold“ bzw. Weißgold übersetzt, was wohl seinen überaus wertvollen, nahezu einzigartigen Charakter symbolisieren sollte. Von besonderem Interesse waren und sind die sogenannten „Inklusen“ – Einschlüsse mit Insekten oder Pflanzen. Der dominikanische, sowie der baltische Bernstein gelten als Varietäten der Familie.

Sein prächtiges Aussehen, das Wissen um seine prähistorische Herkunft ließen die Menschen seit Jahrtausenden an seine Heilkraft und seine Magie glauben. Wen wundert’s. Der Bernstein strahlt mit oder ohne besondere Einschlüsse großes Wissen aus. In ihm ruht die Urenergie, die Faszination vergangener Tage und Macht auch widrigen Zeiteinflüssen standzuhalten. Schon Thales von Milet oder etwa Plinius der Ältere wurden als wahrhaft eifrige Anhänger des Bernsteins bezeichnet. Schilderungen aus längst vergangenen Tagen wollen belegen, dass der Bernstein eine hohe Schutzwirkung inne hat. So soll er seinen Träger vor anstehender Gefahr schützen oder diesen sogar warnen.

Bernstein – der Edelstein mit empathischer Heilwirkung

In der Edelsteintherapie, auch allgemein in der Naturmedizin und in der Esoterik hat der Brenn- oder Bernstein seinen festen Platz. Bei richtiger Anwendung unterstützt dieser Heilstein unsere Gesundheit, lindert Beschwerden und zeigt uns auf vielfältige Weise den Weg zu innerer Harmonie, Mut und Stärke.

Tatsächlich gibt und gab es natürlich auch immer wieder Zweifler, Menschen, welche sich dem Bernstein mit Misstrauen näherten und ihn als simplen Stein titulierten. Wie bei allen Edelsteinen ist es der Glaube und die innere Bereitschaft, welche letztlich das Tor zu der mannigfaltigen, recht sensiblen Heilkunst öffnen. Wer sich auf die Heilwirkung des Bernsteins nicht einlassen möchte und sich ihm nicht anvertraut, wird die Feinheiten des Edelsteins nie kennenlernen. Denn der Brennstein spürt negative Energien, bremst diese aus und verschließt sich ihnen gänzlich. Aus diesem Grund sollte jeder, der die Lebensfreude, auch den Schutz dieses edlen Steines erfahren möchte, alle etwaigen Zweifel, Ängste, Befürchtungen über Bord werfen – sich der Güte des Heilsteins frei und offen hingeben.

Zu den Hauptanwendungsgebieten des Bernsteins zählen: Magen-, Darmerkrankungen, Leber- und Gallenbeschwerden, Blasen- und Nierenirritationen. Auch bei Rheuma und Gicht soll der entzündungshemmende, auch fiebersenkende Heilstein schon wahre Wunder vollbracht haben.

Bernstein – Immunsystem und Bernsteinsäure

Bei näheren wissenschaftlichen Untersuchungen des Bernsteins kristallisierte sich recht schnell heraus, dass die im Bernstein enthaltene Bernsteinsäure fähig sein könnte unser Immunsystem langfristig beim Kampf gegen Krankheitserreger zu unterstützen. Die Bernsteinsäure findet übrigens bis heute Verwendung in der Pharmaindustrie, was bedeuten dürfte, dass von Bernstein eventuell wirklich eine kräftigende Wirkung ausgeht. In der Vergangenheit galt Bernstein als beliebtes Heilmittel gegen Ruhr und Gicht. Wohl besitzt der Brennstein eine gute reinigende und entgiftende Wirkung. Abfallstoffe des Körpers soll er abtransportieren und den gesamten Organismus von Entzündungen und somit auch von Krämpfen und Schmerzen oder Reizungen befreien. Dass Bernstein auch für Hunde immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist nicht weiter verwunderlich. Was bei Menschen zu helfen scheint, darf natürlich auch bei Hunden, anderen Haustiere oder wildlebenden Tiere eine wohltuende, positive Wirkung zeigen – zumal sich die Edelsteintherapie nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf Tiere in gewisser Hinsicht ausgerichtet ist.

Bernstein – seine positive Energie vertreibt das Böse und stiftet Frieden

Wie bereits erwähnt hilft der Bernstein negative Energien abzuwehren. Seine stärksten Waffen sind sein unerschütterlicher Optimismus und seine strahlende Lebensfreude. Träger dieses edlen Steines sind mit einer durchweg positiven Ausstrahlung gesegnet. Sie umringt ein starker, warmer und harmonischer Schutzkranz, welcher sie warnt und immerzu beschützt.

Der Bernstein ist in der glanzvollen Lage die Lebensgeister zu wecken, Stabilität zu verleihen und seinem Besitzer pures Glück zu spenden. Kreative Ideen fördert er und sorgt gleichzeitig für mehr Freiraum, innere Gelassenheit und Frieden. Auch bei der Entscheidungsfindung ist der Brennstein äußerst hilfreich. Fast vorausschauend lenkt er uns in die richtige Richtung und lässt uns in unserem Handeln erfolgreich sein. Bei Nacht fängt er, der Bernstein böse Träume ein und lässt uns einen gesunden, erholsamen Schlaf finden. Dazu reicht es schon aus, den Brennstein unter dem Kopfkissen aufzubewahren. Bevor der Bernstein jedoch seine heilbringende und schützende Kraft entfalten kann, bedarf es der achtsamen Reinigung und Aufladung des Steines.

Bernstein – Anwendung, Reinigung und Aufladen

Nach dem Kauf des Bernsteins sollte der Käufer sich zunächst einmal intensiv und ausgiebig mit seinem Gast beschäftigen. Wie bei jedem Gast, sollte auch der Bernstein in seinem neuen Zuhause begrüßt und angemessen unterhalten werden. Anbieten sollten wir dem Bernstein natürlich auch etwas. Nämlich unsere Wärme, unsere Solidarität und unsere natürliche Offenheit. Dies darf der Brennstein auch erwarten. Denn schließlich soll er uns später einmal beschützen und uns von Beschwerden befreien. Hierzu muss der edle Stein uns kennenlernen. Nur so kann er zu uns vordringen, nur so wird er seine wonnige Kraft auf uns übertragen.

Was für manche Zeitgenossen albern klingt, macht gerade bei Edelsteinen Sinn. Das bewusst erlebte  Fühlen, Betrachten und Wahrnehmen des Edelsteines führt alsbald zu einer zauberhaften Vertrautheit, welche sich mit einfachen Worten wohl kaum beschreiben lässt. Nach der Kennenlernphase (etwa 1 bis 2 Tage) beginnt die Phase des Ausprobierens, des Sich-Drauf-Einlassens.

Nun ist es Zeit den Stein sanft zu reinigen und vorsichtig aufzuladen. Unter fließendem, warmen (nicht heißen!) Wasser wird der Brennstein kurz gereinigt, auch entladen. Dieser Vorgang sollte nicht länger als drei bis fünf Minuten andauern, da der Edelstein sonst Schaden nehmen könnte. Auch das Aufladen gestaltet sich etwas schwieriger als bei anderen Edelsteinen. So darf gerade der Bernstein niemals schutzlos der Sonne ausgesetzt werden.  Wird dieser Hinweis missachtet, wird der Bernstein schnell brüchig und trübt wohlmöglich ein. Zur einfachen Entladung des Bernsteins dienen nachweislich Hämatit-Trommelsteine.

Bernstein – die Begegnung mit dem Außergewöhnlichen

Um eine Heilwirkung oder einen Schutz zu verspüren, sollten wir den Heilstein verstehen lernen, seine positive Energie verinnerlichen und seine Kraft erkennen. Dies funktioniert am besten an einem ruhigen, leicht oder je nach Belieben ganz abgedunkelten Ort. Auch bei Kerzenschein lässt sich eine perfekte Atmosphäre, auch positive Stimmung schaffen.

Wichtig ist der stete Kontakt zum Edelstein. Vorzugsweise wird dieser von der Schreibhand fest umfasst. Um sich auf den Bernstein einzustimmen, sollte eine bequeme Sitz- oder Liegeposition eingenommen werden. Störungen jeglicher Art sollten gänzlich vermieden werden. Wie bei den gängigen Entspannungstechniken konzentrieren wir uns ganz und gar auf den Bernstein in unserer Hand, welcher sich nun nach und nach wärmer anfühlt – sprich, er beginnt auf uns zu reagieren und zeigt dies in Form einer wohltuenden Wärmebildung. Es ist fast so, als wollte er zu uns sprechen. Gerade so, als würde er sagen: „Ich bin bereit. Bist du es auch?“ Ist dieser Punkt erreicht, darf der Bernstein ruhig wandern. Als bewährter Meditationsstein wollen wir ihn mit unserem „Ich“, aber auch mit unserem „Über-ICH“ vertraut machen. Jede einzelne Körperstelle, welche wir ihm zeigen, führt nach der Berührung mit dem Bernstein dessen heilbringende Kraft mit sich. Ein Gefühl von unendlicher Geborgenheit macht sich breit. Wir fühlen uns frei, unbeschwert und leicht. Leicht wie eine Feder, welche vom Wind getragen unsere Seele zärtlich streichelt, unsere Sinne sanft beflügelt und achtsam, dennoch nachhaltig unser Herz berührt. In diesem Moment sind wir eins mit unserem Bernstein, welcher uns ab nun stärkend und schützend durch unser Leben begleiten wird.

Tipp:

Ein körperwarmes Edelstein-Bad mit zum Beispiel ergänzenden Heilsteinen oder der Genuss von Bernstein-Wasser (bitte, schluckweise verzehren) runden die Bernstein-Zeremonie optimal ab. Grundsätzlich kann eine Edelstein-Session zur Festigung der Heilkräfte und natürlich auch zum intensiven Aufbau der Schutzwirkung immer dann stattfinden, wenn wir uns nach Wärme, Kraft und Halt sehnen. Wenn es sich für uns gut anfühlt, spielt Zeit keine Rolle – so dass eine Edelstein-Meditation durchaus mal eine Stunde oder länger andauern darf.

Wissenswertes: Bernstein Varietäten, Naturformen und Bernsteinarten

Je nach bestimmtem Grad der Trübung erfolgt die Bestimmung der einzelnen Varietäten. Fließende Übergänge sind neben Vermischungen die häufigsten Charaktereigenschaften des echten Bernsteins. Der Experte unterscheidet hier auftretende Abstufungen wie folgt:

  • Erscheinungsbild des Edelstein-Körpers: Klar oder nahezu klar, vollkommen durchsichtig, geringe Färbung, leicht hellgelb bis Braunschweiger klar (bräunlich-gelb).
  • Mit winzigen Bläschen durchsetzt, weniger durchsichtig oder matt bis trüb
  • Deutliche Eintrübung, „unrein“, homogen, wolkig oder fleckig
  • Knochenähnliche Farbprägung (elfenbeinfarben bis weißlich oder rein Weiß)
  • Schaumig, gelblich weiße undurchsichtige Eintrübung
  • Marmoriert oder grauschwarz aufgrund der Bindemittel: Holzmulm, Harz und Erde.
  • Farbig, Varietäten-Mischung (klar bis knochenfarbig), spaltig
  • Antik, verschiedene Rot bis Rotbraun-Töne.

Unter sehr seltene Bernsteinvarietäten fallen unter Anderem Bitterfeldit, sowie Glessit.

Bernstein - Unterschiede bei den Naturformen

Thema: Primäre und sekundäre Naturformen oder Flussformen. Die primären Flussformen bildeten sich während dem Harz-Ausfluss, während die sekundären durch den Verwitterungsprozess oder durch „Transportstress“ zum Lager entstanden.

Merkmale der primären Flussformen:

  • Entstehung von sogenannten Schlauben (schubweise Austreten des Harzes. Überdeckung bereits voran gegangener „Harzflüsse“). Ihr Erscheinungsbild ist klar, nur die Trennlinien weisen teilweise leichte, staubige Verschmutzungen auf. Inklusen (Insekten oder Pflanzen) sind häufig vorhanden.
  • Zapfenbildung (punktuelle Harzflüsse, welche beim Heruntertropfen am eigenen Faden erstarrten). Harz-Stalaktiten entstehen bei längerem Harzfluss.
  • Harz, welches herunter tropft bildet sogenannte Tränen oder Tropfen in meist abgeflachter, diskusähnlicher, kugelrunder oder sogar birnenähnlicher Form.
  • Platten oder auch Fliese, ohne Inklusen-Harz-Varietäten-Ansammlungen hinter der Rinde, sowie in etwaigen Spalten.
  • In sekundären Hohlräumen versteckte klumpenähnliche Harzansammlungen. Keine Inklusen vorhanden.

Merkmale der sekundären Natur- oder Flussformen:

Hier gilt es hauptsächlich auf die häufigste Form mit typischen Verwitterungszeichen hinzuweisen: der Erdstein.

Bernstein – deine Arten

Beeindruckend und wahr. Weltweit existieren mehr als 80 verschiedene Bernsteinarten. Ihr teilweise geringes Vorkommen macht sie zu einer „Spezialität“ für Sammler und Experten. Ein recht hohes Bernstein-Vorkommen finden wir im Baltikum vor (etwa 640.000 Tonnen). Die Bitterfelder Bernsteinlagerstätte hat auch Einiges an Bernstein-Raritäten zu bieten, wie zum Beispiel Succinit, Gedanit, Beckerit, Stantienit, Goitschit, Durglessit oder etwa Pseudostantienit.

Physikalische und chemische Eigenschaften des Bernsteins

Mit einer geschätzten Mohshärte von 2 bis 2,5 gilt der Bernstein als recht weich. Dennoch existieren weitere Bernstein-Arten (zum Beispiel: Bitterfeldit, Goitschit oder Kopale), welche in Ihrer Beschaffenheit noch weicher und somit empfindlicher sind. Auch Exemplare mit fast gummiartiger Substanz wurden beschrieben. Zu jenen zählen vorwiegend der Pseudostantienit oder der Beckerit (sehr zäh). Bernsteine scheinen – wegen ihrer geringen Dichte – regelrecht in gesättigten Salzlösungen zu „schweben“, auch sind sie nur unbedeutend dichter als Wasser. Der Succinit oder Bernstein besitzt keinen Schmelzpunkt. Formbarer und weicher wird er bei etwa 170 bis 200 Grad Celsius. Wird die Gradzahl von 300 überschritten, zersetzt er sich langsam. Eine trockene Destillation (früher häufig angewandt) lässt das wertvolle Bernsteinöl, sowie Bernstein-Kolophonium entstehen.

Der elektrische Widerstand von Succinit ist recht hoch. Seine Dielektrizitätskonstante bewegt sich eher im unteren Bereich und ist somit sehr niedrig.  UV-Bestrahlung bringt den Bernstein zum Leuchten. Angeschliffen leuchtet er blau, verwittert schimmert er hingegen olivgrün (matt). Feuchtigkeit lässt ihn glänzen. Den gleichen Effekt wird durch einen Schleifvorgang erzielt.

Der uns bekannte Bernstein setzt sich vorwiegend aus Kohlenstoff (67 bis 81 Prozent), Wasserstoff, sowie Sauerstoff zusammen. Manchmal können auch noch etwas Schwefel (bis etwa 1 Prozent)  und andere mineralische Bestandteile hinzukommen.  Es existieren viele nur schwer lösliche Bernsteinarten. So reagiert Bernstein nur oberflächlich auf zum Beispiel Aceton, Ether oder Schwefelsäure, auch wird und wirkt der Bernstein bei einer solch „aggressiven“ Behandlung schnell matt. Spricht der Experte von der Nomenklatur fossiler Harze, muss erwähnt werden, dass diese recht unübersichtlich ist. Hier kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

Sein wahres geologisches Alter lässt sich kaum feststellen. Dennoch ist klar, dass der Bernstein zu den „Urgesteinen“ zählt und mit seiner Wandlungsfähigkeit, sowie seinen Inklusen den Menschen auf Erden viel Freude bereitet und immer bereiten wird.