Heilsteine

Jaspis – Mutter aller Edelsteine

Jaspis - Mutter aller Edelsteine

Als alleredelster Stein laut Bibel wird der Jaspis auch als Mutter aller Edelsteine bezeichnet. An seine Heilwirkung und Stärke glauben die Menschen schon seit tausenden von Jahren.

Bedeutung des Jaspis

Abgeleitet aus dem Griechischen bedeutet Jaspis so viel wie gesprenkelter Stein. Sein Ursprung liegt im Orient, doch auch bei den Griechen und Römern zählte der Jaspis bereits im Altertum zu den begehrten Schmucksteinen. Heute ist er einer der wichtigsten Heilsteine. Der Jaspis kommt in den Farben rot bis rotbraun vor. Er ist leicht mit dem Achat zu verwechseln, lässt sich aber durch die Transparenz gut unterscheiden. Denn bei Jaspis schimmert Tageslicht nicht durch, während es beim Achat durchscheint

Eigenschaften

In seiner reinen Form findet man den Jaspis nur selten. Viel häufiger kommt er mit Achat oder Opal verwachsen vor. Fremdbeimengungen wie Tonerde, Eisenoxid oder Manganhydroxid sind auch sehr häufig. Durch die veränderte Zusammensetzung variieren auch die chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie die Farbe des Edelsteines. Grundsätzlich zählt der Jaspis mit der chemischen Formel SiO2 zur Mineralklasse der Oxide. Er bildet ein trigonales Kristallsystem und weist eine Härte von 6,5 bis 7 auf der Mohs-Skala auf. Er ist nicht spaltbar. Sein Bruch ist muschelig. Das Stoffmengenverhältnis mit Metall liegt bei 1:2. Er bildet sehr kleine Kristalle, die mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Da er ausschließlich als Schmuckstein verwendet wird, ist er als Rohstein, Trommelstein, Handschmeichler, Anhänger, Kette, Kugel und anderen phantasievollen Teilen erhältlich. Neben seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften sind besonders seine magischen Eigenschaften beeindruckend. Schon bei den Juden war er ein hoch angesehener Edelstein. Er nimmt bei den „Steinen des Amtsschildes Aarons“ die letzte und unter den Grundsteinen des Neuen Jerusalem die erste Stelle ein. In der Offenbarung der Bibel steht geschrieben, dass Gott zum Großteil aus feuerrotem Jaspis besteht. Nicht zuletzt deshalb gehörte er schon früh zu den kostbarsten Edelsteinen.

Entstehung und bedeutende Fundorte

Jaspis entsteht, wenn kieselsäurehaltige Lösungen auskristallisieren. Der Edelstein stellt eine mikrokristalline, feinkörnige Form von Quarz dar. Dabei sind oft fremdartige mineralische Beimengungen zugesetzt. Als Versteinerungsmaterial ersetzt Jaspis zum Beispiel bei versteinertem Holz seine ursprüngliche organische Struktur. Als feinkörniger Quarz bildet sich der Jaspis durch Siliziumoxid. Dieses sickert durch den Boden und nimmt Beimengungen auf. Da unterschiedliche Beimengungen mit dem Jaspis verwachsen, tritt der Edelstein in unterschiedlichen Farben und Formen auf. Sind Eisen oder Mangan in das Kristallgitter eingebaut, weist der Stein eine bräunliche bis rötliche Färbung auf. Grüntöne entstehen zum Beispiel durch Chlorit, während Lehm oder Ton für eine gelbliche Farbe sorgen. Der Jaspis wird an vielen Orten gefunden

Nennenswerte Vorkommen sind:

  • Island
  • Schottland
  • England
  • Elsass in Frankreich
  • Saarland und Erzgebirge in Deutschland
  • Böhmen in Tschechien
  • Slowakei
  • Polen
  • Karawanken in Österreich
  • Iran
  • China
  • Australien

Am häufigsten gefunden wird Jaspis eingesprengt in Kegeln und Geschieben, weniger oft in trauben- oder nierenförmigem Gestein.

Der Jaspis in der Geschichte

Die „Mutter aller Edelsteine“ wird bereits in der Bibel hochgelobt. Als Grundstein der Stadtmauer und des Tempels von Jerusalem wird er bereits früh genannt. Im alten Griechenland ging man davon aus, dass der Träger ausgeglichen wird. Frauen sollten durch das Tragen des Edelsteines eine schöne Schwangerschaft haben. Der berühmte Naturforscher Konrad Gesner nannte den Jaspis bereits im späten Mittelalter „ein Schild vor der Brust, ein Schwert in der Hand und die Schlange unter den Füßen“. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass er vor Krankheiten schützt und Herz, Geist sowie Verstand stärkt. In der Antike galt der Jaspis als Regenmacher und wurde als Amulett getragen, um Albträume und wilde Tiere abzuwehren. Die Heilwirkung wurde auch von den Ureinwohnern Mittel- und Nordamerikas geschätzt. Auch in Indien und der arabischen Welt war die Wirkung des Edelsteines bekannt.

Wirkung auf Körper und Geist

Der Heilstein Jaspis hat mehrere Wirkungen auf Körper, Geist und Seele. Er erfreut Herz und Geist gleichermaßen. Wie jeder Heilstein besitzt er zwar keine magischen Wunderwirkungen, allerdings ist er wertvoll und hilfreich, um Energiefelder wieder aufzuladen. Genau das trägt dazu bei, den inneren Arzt im menschlichen Körper zu mobilisieren. Er kann unterstützend zu Therapien eingesetzt werden und eignet sich auch hervorragend als vorbeugendes Hilfsmittel. Folgende Eigenschaften in Bezug auf die Psyche werden dem roten Jaspis zugeschrieben:

  • Mehr Dynamik
  • Stärkung der Vitalität
  • Unterstützung bei Apathie, Stress und Unbesonnenheit
  • Verbesserung des Erinnerungsvermögens
  • Erhöhung der Zielstrebigkeit
  • Innere Zufriedenheit
  • Ausgeglichenheit
  • Förderung der Durchsetzungskraft
  • Schwächt Willenlosigkeit

Auch auf den Körper erweist sich der rote Jaspis als sehr wirkungsreich. Ihm wird ein verjüngender Effekt nachgesagt. Er kurbelt den Kreislauf an und stärkt die Funktionen der Organe. Zusätzlich kann er sehr gut zur Stabilisierung des Immunsystems eingesetzt werden. Verdauungsbeschwerden, Brechreiz und Völlegefühl sind weitere körperliche Beschwerden, denen der Jaspis entgegenwirkt. Die Linderung von Nieren- und Lebererkrankungen zählt zu seinen wirkungsvollen Eigenschaften. Während der rote Jaspis bei häufigem Erbrechen angewandt wird, hilft der grüne Jaspis gut gegen Übersäuerung und bei Albträumen. Der Jaspis ist ein Stein, der für alle, die in schwierigen Rahmenbedingungen leben, genau der richtige Begleiter. Denn er unterstützt bei Stress und sorgt dafür, die eigenen Ziele besser verfolgen zu können.

Jaspis – Varietäten in Form, Farbe und Zeichnung

Es gibt unzählige Varietäten des Edelsteines. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Form und Farbe und sind auch unterschiedlich gezeichnet. Häufig ist das auch ein Hinweis auf den Fundort bzw. den Herkunftsort. Denn die jeweiligen Beimengungen beeinflussen diese Faktoren erheblich. Im Grunde genommen ist der Achatjaspis, der aus Jaspis und Achat besteht, ein Gestein. Er ist gelb, braun und grün gestreift. Ockergelb bis braun und ziegelrot ist der Ägyptische Jaspis, der häufig gestreift oder geflammt ist. Wie der Name bereits sagt, stammt er aus Ägypten, genau genommen aus dem Geröll des Nil. In Südafrika und Australien abgebaut wird er Bilderjaspis. Er beeindruckt durch seine braune Farbe mit schwarzer Maserung und ist sehr vielfältig. Ein roter Jaspis, der weißgerädert ist, ist ein Kellerwaldachat. Die rosafarbene Variation nennt man Mookait. Diese Varietät besitzt eine wolkenartig gebänderte Struktur. Abgebaut wird Mookait vorwiegend in Australien. Nunkirchner Jaspis wird in Nunkirchen abgebaut. Dabei handelt es sich um eine weißgraue Variation des Edelsteines, die gerne blau eingefärbt wird. Dadurch entsteht eine Imitation von Lapislazuli. In einer Mine auf Madagaskar wird der Ozean-Jaspis abgebaut.



Anwendungsmöglichkeiten als Heilstein

Der kraftspendende Edelstein entfaltet seine beste Wirkung bei der direkten Anwendung auf der Haut. So findet der optimale Energiefluss statt. Als Halskette getragen sorgt er für eine Harmonisierung des Nervensystems und Stärkung des Immunsystems. Der Jaspis besitzt eine ausgezeichnete blutstillende Wirkung. Daher empfiehlt es sich, ihn immer bei sich zu tragen. Er verschließt Wunden und stillt Blutungen. So erweist er sich als sehr wirkungsvoll bei Nasenbluten. Neben dem direkten Auflegen auf Wunden oder dem Tragen auf der Haut besteht auch die Möglichkeit, eine Essenz herzustellen. Dafür wird roter Jaspis einfach mit einem Bergkristall und einem Magnesit über Nacht in ein Glas Wasser gelegt. Am Morgen trinkt man dieses Elixier auf nüchternen Magen. Jaspiswasser kann auch jeweils eine Stunde vor den Mahlzeiten getrunken werden. Eine weitere Variante, den Jaspis als Heilstein anzuwenden, ist die Meditation. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte aktiviert. Damit der Edelstein seine Wirkungskräfte nicht verliert, ist es wichtig, ihn nach jedem Gebrauch zu reinigen. Dazu gehören auch das Ent- und Aufladen. Zum Reinigen wird er einfach mit warmem Wasser abgespült. Das entlädt ihn gleichzeitig. Aufgeladen wird er nicht an der Sonne, sondern am besten über Nacht in einer Schale mit Hämatittrommelsteinen. Erde eignet sich auch hervorragend, um den Jaspis wieder aufzuladen. Trägt man den roten Jaspis als Schmuckstein, sollte er ein bis zwei Mal im Monat entladen werden. Wie bei allen Heilsteinen ist die Regelmäßigkeit des Ent- und Aufladens wichtig für eine optimale Wirkung. Während zu Beginn bestimmte zeitliche Abstände eingehalten werden sollten, entwickelt der Träger mit der Zeit ein Gefühl dafür, wann es wieder notwendig ist, den Stein aufzuladen.

Jaspis als Schmuckstein

Schon im Altertum war der Jaspis ein begehrter Schmuckstein. Bis heute hat sich nicht viel daran geändert. Er ist nach wie vor ein beliebter Schmuckstein. Allerdings hat ein wenig seiner Wertschätzung verloren. Heute wird er unter anderem zur Herstellung von Siegelsteinen, Dosen, Vasen, Tischplatten, Mosaiken usw. verwendet. Der größte je gefundene Schmuckstein kann in der Eremitage in Sankt Petersburg besichtigt werden. Er misst beachtliche 5,04 x 3,22 Meter bei einem Gewicht von rund 19 Tonnen. Als Schmuckstücke sind besonders die roten Variationen sehr begehrt. Sie werden gerne als Halskette, Anhänger oder Ohrringe getragen. Aber auch die unterschiedlichen Varietäten in den zahlreichen Farben und Musterungen sind beliebte Schmuckstücke. Die Preise für diese Edelsteine sind relativ günstig, besonders im Vergleich zu früher, als sie noch zu den begehrtesten Edelsteinen zählten. Heute sind die unterschiedlichsten Formen und Kreationen erhältlich. Ihr Wert beruht eher auf der Wirkung auf Körper, Geist und Seele als auf ihren Materialwert.

Jaspis und Astrologie

Die enge Verbundenheit von Jaspis und Astrologie geht bereits tausende Jahre zurück. Der rote Jaspis wird den Sternzeichen Widder und Skorpion zugeordnet. Er ist der Planetenstern von Mars. Geburts- und Monatsstein fallen auf den März. Alle, die im März geboren sind, sollen durch den roten Jaspis in ihrer Kreativität und Phantasie gestärkt werden. Der Edelstein sorgt für schöne Träume und inneren Frieden. Am Jaspis erkennt man den Zusammenhang der Astrologie mit der Steinheilkunde. Die Verbundenheit liegt in den Materialien und Kristallen, die fühlbare energetische Eigenschaften haben.


Warnhinweis:

Die Edelsteinmedizin darf  nur als unterstützende Heilmaßnahme eingesetzt werden.  Bei länger anhaltenden Schmerzen oder unklaren Beschwerden sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.