Heilsteine

Der Mondstein und seine intuitiven Kräfte

Mondstein – der  glänzende Heilstein

Der Mond ist ein Himmelskörper, der ständig im Wandel ist und mit der Intuition verbunden wird. Genauso verhält es sich mit dem Mondstein. Er zeigt sich je nach Einfall des Lichtes in den verschiedensten Facetten. Der Mondstein verhilft uns Menschen auch dabei, unsere intuitiven Kräfte zu stärken. Dieser Edelstein strahlt mit einer ganz besonderen Kraft. Der Zusammenhang mit dem Mond kommt nicht von ungefähr. So wie der Mond strahl, so reflektiert auch dieser Edelstein. Beim Betrachten des Steines wird einem in Erinnerung gerufen, dass der Mond ab- und zunimmt und dadurch klar wird, dass alles ein Teil eines Zyklus des Wandels ist. Sein Name ist auf das Schimmern des Mondlichtes zurückzuführen.

 


Beschreibung des Mondsteins

Der Mondstein wird als feminier Edelstein gesehen. Er hilft besonders dabei, die Weiblichkeit zu fördern und trägt dazu bei, sie zu entfalten. Der Mondstein ist ein weißlicher, gelblich bis grauer und hellbrauner Edelstein, der auch in hellblau vorkommen kann. Er schimmert sehr schön über die gesamte Oberfläche, wenn er bewegt wird. Bei diesem Stein handelt es sich um einen monoklinen Edelstein. Er ist selten triklin und bildet keine Kristalle. Daher erscheint er in Form massiger oder körniger Aggregate. Er kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, wobei die Kristalle prismatisch, säulig oder spatig sind. Mondsteine können auch zu Zwillingen verwachsen. Als Varietät des Orthokla gehört er zur Gruppe der Feldspate. Der Mondstein hat eine Härte von 6 bis 6,5 auf der Mohsskala und weist einen unebenen bis muscheligen Bruch auf. Die Strichfarbe ist weiß. Seine Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend. Heute gehört der Mondstein zu den begehrtesten Schmuck- und Heilsteinen. Man kann ihn als Trommelstein, Handschmeichler, Anhänger, in Kugel- oder in Ringform oder selbstverständlich auch an einer passenden Kette bekommen.

Entstehung und Fundorte

Feldspate bilden Mischreihen. Kühlen die Gesteinsmassen, die aus magmatischen Gesteinen bestehen, ab und entmischen sie sich durch Verwitterung, bildet sich der Mondstein. Vorwiegend entsteht er in Gesteinshohlräumen und setzt sich auch Aluminium, Silizium, Kalium und Sauerstoff zusammen. Das Schimmern des Mondsteins ist dadurch zu erklären, dass eingelagerte Albitschichten bläulich-weiß erscheinen, wenn bei Lichteinfall das Licht bricht und gestreut wird. Mondsteine werden in vielen Ländern gefunden. Hauptsächlich ist auch der Fundort ausschlaggebend für seine Farbe bzw. seinen Schimmer. Blaue Mondsteine gelten als sehr hochwertig und kommen vorwiegend aus Madagaskar, während die Steine aus Indien eine trübere Nuance aufweisen, die auch ins Orange gehen kann. In Sri Lanka befinden sich heute die bedeutendsten Lagerstätten für den Mondstein. Weitere Fundorte und bedeutende Lagerstätten sind zum Beispiel:

  • Australien: Northern Territory, Queensland
  • Brailisien
  • Myanmar: Mogok
  • Österreich: Spitz, Tirol, Nieder-, Oberösterreich
  • Tansania
  • USA: Cambria, Cleveland, Coosa County, Danbury, Connecticut, Moonstone Beach, North Carolina
  • Norwegen: Larvik, Iveland
  • Polen: Niederschlesien

 

Es gibt viele Fälschungen des Mondsteines. Allerdings stehen auch Methoden zur Verfügung, um den Edelstein auf seine Echtheit zu prüfen. Der Mondstein fluoresziert. Das heißt, er erscheint unter langwelligem UV Licht blau und wird unter kurzwelligem UV Licht orange und blau. Wird der Mondstein Röntgenstrahlen ausgesetzt, so zeigt er sich in weiß bis violett.

Die Geschichte des schimmernden Edelsteines

Der Mondstein bekam seinen Namen gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Seine Bezeichnung ist auf sein Aussehen zurückzuführen, da sein Schimmern, das auch als Adularisieren bezeichnet wird, an das Mondlicht erinnert. Aufgrund dieses Schimmern hat er auch den synonymen Namen Adular. Schon immer beeindruckte die Menschen der Mondstein mit seiner geheimnisvollen und beruhigenden Ausstrahlung. Schon im alten Griechenland, bei den Arabern oder die Römer sahen in diesem Edelstein ein Symbol der Kraft des Mondes. Besonders erwähnt wurde er immer wieder im Zusammenhang als Energiespender für Frauen. Auch die Bezeichnung als Heilstein war für diese Edelsteine schon vor vielen, vielen Jahren gängig. Im Alterntum war er auch als Selenit oder Marienglas bekannt.

 

Der Mondstein als Schmuckstein

Heute wird der Mondstein ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Wird er mit einem Cabochon geschliffen, kommt durch seine Lamellenstruktur sein Glanz am besten zur Geltung. So kann es auch vorkommen, dass er bei scharf begrenztem Lichtstreifen einen Katzenaugen Effekt aufweist, das sogenannte Chatoyieren. Der Mondstein gilt als sehr druckempfindlich, was auf seine geringe Härte und die vollkommene Spaltbarkeit zurückzuführen ist. Ein echter Mondstein, der für die Schmuckherstellung verwendet werden kann, kommt sehr selten vor. Häufig werden weiße Labradorite verwendet, die den Mondstein imitieren. Derzeit gibt es den Edelstein in verschiedenen Farben und unter unterschiedlichen Bezeichnungen. Der blaue oder kalifornische Mondstein hat einen bläulichen Lichtschein, der Regenbogen Mondstein ist ein blauschillernder weißer Labradorit und der schwarze Mondstein ist lediglich eine veraltete Bezeichnung für Labradorit. Sehr schön kommen sein Glanz und seine Schönheit in einem Ring aus Silber zur Geltung. Das Karatgewicht für den Mondstein als Schmuckstück dient als Grundlage zur Bestimmung des Preises. Ebenso werden hierfür der Fundort, die Farbe, Schliff und Glanz, Größe, Reinheit, Form und Behandlung berücksichtigt. Das Edelmetallgewicht ist dafür weniger ausschlaggebend.

 

Tramstein – Stein der Frauen – Stein der Liebenden

Wenngleich sich Mondsteine je nach Fundort hinsichtlich ihrer Transparenz und Farbe unterscheiden und es zahlreiche verschiedene Varianten gibt, so haben alle Mondsteine dennoch eines gemeinsam: Sie sind mystisch und geheimnisvoll. In Indien gilt der Mondstein als Traumstein, der für schöne Träume sorgt. Arabien und die umliegenden Länder sehen im Mondstein den „Stein der Frauen“. Damit ihn die Frauen ganz nahe am Körper tragen können, nähen sie oft Mondsteine in die Kleidung ein. Die Bezeichnung als Stein der Liebenden ist darauf zurückzuführen, dass ihm eine Kraft nachgesagt wird, die Zärtlichkeit hervorruft und die eigene Intuition stärkt. Schon im alten Rom oder in Griechenland galt der Mondstein als bedeutender Edelstein, dem auch weitreichende Heil- und Wirkungskräfte zugesagt wurden und werden. Die Griechen und Römer bezeichneten ihn als Kraftstein, der dazu in der Lage war, die Eigenschaften des Mondes auf der Erde zu verstärken. Daher verehrten sie ihn nicht nur als magischen Schutzstein, sondern auch als Heilstein.

 

Wirkung des Mondsteins auf Körper, Geist und Seele

Mondsteine haben positive Wirkungen auf Körper, Geist und Seele. Der „Stein der Frauen“ hat eine besonders ausgeprägte Wirkung auf die weiblichen Geschlechtsorgane. Er trägt dazu bei, den Hormonhaushalt zu regulieren. Dadurch wird die Fruchtbarkeit gefördert. Zusätzlich hilft er bei Menstruationsbeschwerden. Besonders seine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit und Schwangerschaft ist schon seit langer Zeit eine bedeutende Kraft des Mondsteines. Dabei beeinflusst er die Schwangerschaft selbst ebenso positiv wie die Zeit danach. Die Rückbildung nach der Schwangerschaft verläuft besser, die Milchproduktion wird reguliert und auch später in den Wechseljahren ist er ein begehrter Begleiter. Außerdem schenkt der Edelstein Frauen Heiterkeit, Lebenskraft und Ausgeglichenheit. Ihre jugendliche Ausstrahlung wird bestärkt. Insgesamt wirkt der Mondstein positiv auf das gesamte Drüsensystem und regt den Stoffwechsel an. Die Wirkung des Mondsteins bzw. die Wahrnehmung seiner Heilkraft wird durch den Kaliumgehalt und das Gerüstsilikat verstärkt. Das im Mondstein enthaltene Kalium unterstützt vor allem die Fähigkeit, sich auf universelle rhythmische Gesetze einstimmen zu können. Die psychische Wirkung reicht von der Mondsüchtigkeit bis zur Stärkung von Intuition und Gefühlen. So hilft der Mondstein bei mangelndem Selbstvertrauen und starken Stimmungsschwankungen. Er trägt auch zur Traumerinnerung bei und hilft auch, dass Träume überhaupt entstehen. Einerseits ist er ein guter Begleiter für Personen, die nahe am Wasser gebaut sind, andererseits kann man mit ihm besser Gefühle zulassen und auch einmal weinen. Seine harmonisierende und ausgleichende Wirkung auf die Psyche wird von vielen Menschen geschätzt, nicht nur von Frauen.

 

Den Mondstein richtig anwenden und pflegen

Damit der Mondstein seine Wirkung optimal entfalten kann, gibt es je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Möglichkeiten, ihn zu verwenden. Um seine Energie zu spüren, sollte er möglichst über einen längeren Zeitraum getragen werden, im Idealfall direkt am Körper. Frauen haben damit auch die Möglichkeit, ihre Menstruation auf die Mondphasen abstimmen zu können. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist es, den Edelstein auf das Herz und die Stirn aufzulegen. Liegt eine Mondsüchtigkeit vor, empfiehlt es sich, den Mondstein von Neumond an eine Mondphase unter das Kopfkissen zu legen. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Edelsteinwasser herzustellen und diese Essenz zu verwenden. Für eine optimale Heilwirkung des Edelsteines sollte die Anwendung regelmäßig erfolgen. Bei der Anwendung dringen die sanften und kräftigen Schwingungen des Mondsteines tief in die sensiblen und empfänglichen Seiten der Seele vor. Wie jeder Edelstein verliert auch der Mondstein mit der Zeit seine positive Energie. Daher ist es wichtig, ihn nach jedem Gebrauch unter fließendem, lauwarmem Wasser zu reinigen. Zum Entladen legt man ihn ein Mal pro Monat in eine trockene Schale mit Hämatittrommelsteinen. Frauen sollten den Mondstein nach der Menstruation entladen. Aufgeladen wird der Stein über Nacht unter dem Mond. Dadurch erhält er die energiereiche Kraft des Mondes. Am besten eignet sich hierfür der Vollmond, wobei auch alle anderen Mondphasen funktionieren.

 

Sternzeichen & Esoterik

Den Mondstein ordnet man den Tierkreiszeichen Krebs, Fisch und Wassermann zu. Er ist der Hauptstein des Krebses, dem er die Augen für die Realität öffnet und ihm die nötige Einsicht verleiht. Der Fisch wird durch den Stein empfänglicher für die Außenwelt und der Wassermann erfährt Naturverbundenheit und eine bessere Kontaktfähigkeit zu anderen Menschen. Der Mondstein ist auch den Sternzeichen Waage und Skorpion zugeordnet. Er gilt als Symbolstein für den Mond, die Venus und den Neptun. Als Monatsstein gehört er zum Juni und als Dekadenstein ist er der dritten Dekade zugeteilt.

Warnhinweis:

Die Edelsteinmedizin darf  nur als unterstützende Heilmaßnahme eingesetzt werden. Bei länger anhaltenden Schmerzen oder unklaren Beschwerden sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.