Heilsteine

Obsidian – schwarzer Beschützer aus Feuer und Wasser

Obsidian – das vulkanische Glas

Das schwarze, vulkanische Glas ist kennzeichnend für den Obsidian. Benannt nach dem Römer Obsius war der Obsidian bereits in der Steinzeit von großer Bedeutung. Wurde er früher als Werkzeug und Waffe verwendet, ist er heute ein bedeutender Edelstein, dem zahlreiche Kräfte und Wirkungen zugesagt werden. Der Obsidian ist ein saures, kieselsäurereiches Gestein, das bis zu 70 % Kieselsäure enthält. Während Quarz- und Feldspatkristalle eingeschlossen sein können, ist Wasser mit nur einem Prozent in dem Stein relativ rar. Eine Kristallstruktur ist bei diesem kompakten und glasartigen Gestein nicht vorhanden. Der Obsidian ist ein amorphes Gestein, das sich über Jahrtausende hinweg durch strahlenförmige Kristalle ausbildet und zu Pechstein wird. Je älter ein Obsidian ist, desto fortgeschrittener ist die Kristallbildung. Das zeigt sich an kleinen, unregelmäßigen, weißen Flecken, den sogenannten Schneeflocken. Mit einer Härte von 5,5 auf der Mohs-Skala zählt der Obsidian zu den harten Gesteinen. Er glänzt glasartig und hat einen muscheligen und sehr scharfkantigen Bruch. Seine Transparenz ist undurchsichtig, allerdings zeigt sie sich an den Gesteinskanten durchscheinend. Er ist leicht mit dem Pechstein zu verwechseln. Beide haben auch dasselbe spezifische Gewicht, was die Unterscheidung erschwert. 


Entstehung des Obsidian und wichtige Fundorte

Der Obsidian ist ein vulkanisches Glas. Es entsteht, wenn kochend heiße Lava auf kaltes Wasser trifft und diese kieselsäurehaltige Schmelze schlagartig erstarrt. Es entstehen keine regelmäßigen Kristallstrukturen, da sich das Gestein rasant abkühlt. Das führt auch dazu, dass der Obsidian ein chaotisches, amorphes Gefüge ist und nicht wie Kristalle aufgebaut ist. Zwar ist die Kristallisation nicht möglich, aber dennoch entsteht dieses glasartige Gefüge. Neben dem Hauptbestand Siliziumoxid besteht der Edelstein noch aus vielen weiteren Mineralien. Eisenoxid ist maßgeblich für die typische schwarze Farbe verantwortlich. Da es sich um vulkanisches Gestein handelt, das nicht zu den Mineralen zählt, treten Obsidiane immer nur an Vulkanen auf. Ihre Herkunft ist daher leicht zu ermitteln. Bedeutende Fundstellen bzw. Vorkommen von Obsidian sind in:

  • Anatolien in der Türkei
  • Indonesien
  • Japan
  • Island
  • Lipämische Inseln in Italien
  • USA
  • Griechenland
  • Armenien
  • Neuseeland
  • Russland
  • Ecuador

Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass die Vulkane heute noch aktiv sind, allerdings sind frühere vulkanische Aktivitäten eine Voraussetzung, dass Obsidiane entstehen können.

Heilkräfte und Wirkungsweisen

Der Obsidian hat vielfältige Heilkräfte, die sich auf körperlicher Ebene ebenso zeigen wie auf psychischer. Zusätzlich besitzt er energetische Eigenschaften. Er verstärkt den Fluss der Lebensenergie und erhöht das innere Sehvermögen. Der Obsidian fördert die energetische Unabhängigkeit und schützt vor fremden Energien und löst Blockaden im Energiefluss. Der schwarze Stein lässt seine Herkunft bei der Wirkung nicht verleugnen. Genauso explosiv wie er durch den Vulkanausbruch entsteht, kommt auch bei der Anwendung das Verborgene nach außen. Diese Veränderungen müssen dann verarbeitet werden. Daher ist es wichtig, auf Veränderungen vorbereitet zu sein, wenn man den Obsidian verwendet. Neben den körperlichen und seelischen Wirkungen besitzt der Obsidian auch energetische Eigenschaften. Durch ihn wird der Fluss der Lebensenergie verstärkt und das innere Sehvermögen erhöht. Des Weiteren stellt der Edelstein einen Schutz vor energetischen Übergriffen und fremden Einflüssen dar. Bestehende Blockaden im Energiefluss werden durch ihn gelöst.

Wirkung auf den Körper

Obsidian Heilsteine haben eine kräftige Wirkung auf den Körper. Sie sind wertvolle Begleiter für all jene Personen, die unter niedrigem Blutdruck leiden oder immer wieder auch über kalte Hände und Füße klagen. Auch bei Rückenschmerzen oder Durchblutungsstörungen ist der Obsidian sehr wirksam. Zusätzlich beschleunigt er die Wundheilung und hilft dabei, Muskelentzündungen zu lindern. Besonders bekannt ist die blutstillende Wirkung. Schnittwunden schließen sich besonders schnell, was darauf zurückzuführen ist, dass Obsidiane einen sehr hohen Eisengehalt haben. Letztendlich bietet sich der Obsidian auch an, besonders der Schneeflockenobsidian, die Qualen eines Katers nach übermäßigem Alkoholkonsum zu mildern. Asthma und Muskelkrämpfe werden gelindert und das Bindegewebe wird gestärkt. Die Aufnahme der Vitamine C und D wird unterstützt und Magen- und Darmbeschwerden werden durch das Tragen oder Auflegen des Edelsteins erträglicher.

Wirkung auf die Psyche – der tiefste Spiegel der Seele

Damit ist gemeint, dass der Obsidian selbst verborgene Eigenschaften aus dem tiefsten Inneren des Menschen an die Oberfläche bringt. Dabei kann es sich um positive Eigenschaften ebenso handeln wie um negative. Gemäß der Herkunft des Gesteins tritt das Verborgene explosiv und plötzlich ins Bewusstsein. Obsidiane werden auch als tiefste Seelenspiegel bezeichnet. Sie haben das Vermögen, Verborgenes aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu holen. Ängste, Traumata, kreative Eigenschaften und vieles mehr werden einem bewusst. Dabei lösen sich Blockaden, Ängste und Schockzustände leichter. Wer sich mit Erfahrungen aus der Vergangenheit auseinandersetzen möchte, wird vom Obsidian bestens dabei unterstützt. Ist man bereit, Veränderungen anzunehmen und aus Erfahrungen zu lernen, erkennt man mit dem Heilstein auch viel Gutes darin. Die Energie des Steins hilft dabei, ein klares Bild zu haben. Der Obsidian erdet den Menschen und stellt damit eine Verbindung zum Erdkern her. Als Schutzstein stabilisiert er Energien und bewahrt vor körperlichem wie auch vor emotionalem Schaden.

Anwendungsmöglichkeiten für die optimale Wirkung

Der Obsidian in seiner Vielfalt eignet sich hervorragend zum Meditieren. Bereits das bloße Betrachten führt zu einem positiven, psychischen Effekt. Der direkte Hautkontakt bringt die besten physischen Ergebnisse. So kann er in Form einer Kette oder eines Amuletts getragen werden. Obsidiane gibt es mit unterschiedlichem Karatgewicht als Anhänger, Ringe, Ohrringe usw. Für eine gezielte Anwendung kann der Obsidian direkt auf die entsprechende Körperstelle aufgelegt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Essenz herzustellen. Diese hat eine besonders kräftige Wirkung. Natürlich lässt die Wirkung mit der Zeit nach, wenn der Stein keine Energie mehr besitzt. Daher ist es wichtig, ihn regelmäßig zu reinigen. Hierfür wird er unter fließendem, lauwarmem Wasser abgespült. Zum Aufladen benötigt man eine Bergkristallgruppe oder das reine Sonnenlicht. Für Schmuckketten empfiehlt es sich, diese in Hämatit Trommelsteinen zu entladen. Der Obsidian ist bestens dafür geeignet, auch gemeinsam mit klaren Bergkristallen getragen oder bei der Meditation verwendet zu werden.

Geschichte des Obsidian

Die Geschichte des Obsidian geht tausende Jahre zurück. Früher wurde er zur Herstellung von Schneidgeräten und auch Waffen verwendet. Er ist ähnlich wie der Feuerstein aufgrund seines Bruches bestens dafür geeignet. Durch den Schliff erhält er sehr scharfe Kanten, was ihn so gut für Waffen- und Werkzeugherstellung macht. Später in der Antike wurde der Edelstein auch für kunstvolle Figuren, Schmuck und Spiegel verwendet. Die Indianer in Amerika verehren den Stein heute noch als Heil- und Schmuckstein. Wurde der Obsidian aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften zur Waffenherstellung und für Werkzeug verwendet, so hat er heute besonders als Schmuck- und Heilstein eine große Bedeutung. Ebenso wird er als Schutzstein und Geburtsstein geschätzt. Als Anhänger an einer Kette hat er ein geringes Edelsteingewicht und wird für viele andere Schmuckvariationen auch gerne in Kombination mit einem Topas verwendet. Er wird auch häufig für Kunstgegenstände und Skulpturen genutzt. In pulverisierter Form wird er Mineralwolle beigemengt. Das Gestein ist einer der wichtigsten Heilsteine überhaupt. Die Wirkungsweisen und Verwendungsmöglichkeiten dafür sind vielfältig.

Der Obsidian in der Esoterik

Der Obsidian wirkt auf den Körper, den Geist und die Seele. Auf dem Wurzelchakra entfaltet er seine größte Wirkung. Das Gestein wird in astrologischer Hinsicht den Sternzeichen Waage, Schütze, Skorpion und Steinbock zugeordnet, wobei er von Schütze und Skorpion der Hauptstein ist. Jedem Sternzeichen ist er in seiner ganz eigenen Art eine Hilfe und Stütze. Der Skorpion bekommt mit dem Obsidian veraltete Strukturen gelöst und den Schützen bewahrt er vor negativen Energien. Als Nebenstein für die Sternzeichen Steinbock und Waage bringt er diesen mehr Zielstrebigkeit und Stabilität und hilft dabei, Blockaden zu lösen.

Die Vielfalt des schwarzen, vulkanischen Gesteins

Der Obsidian ist an sich ein schwarzes, vulkanisches Glas. Es gibt aber viele andere Varietäten, die zusätzliche Eigenschaften besitzen:

  • Regenbogenobsidian: Dieser bunt schillernde Edelstein bringt Licht und Liebe ins Leben. Er wird auch als Stein der Lebensfreude bezeichnet, da er zur inneren Zufriedenheit und zu Dankbarkeit führt.
  • Schneeflockenobsidian: Die weißen Flecken in seinem schwarzen Gestein machen ihn geschmeidiger in der Wirkungsweise. Den Schneeflockenobsidian gibt es in verschiedenen Farb-Varietäten.
  • Apachentränen: Schwarz mit Braun, Violett oder Grün, rauchig oder klar spendet dieser Obsidian Trost. Diese Steine besitzen muschelförmige Markierungen auf ihrer leicht kugeligen Form. Sie regen mit ihrer Energie bestimmte Fähigkeiten an und beeinflussen Körper und Geist positiv.
  • Goldobsidian: Goldene Einschüsse im schwarzen Gestein kennzeichnen den Goldobsidian, der sehr mit seinen seelischen Eigenschaften das innere Sehen ermöglicht. Seine Energie hilft dabei, einen Ausgleich der Energiefelder herzustellen.
  • Silberner Obsidian: Dieser Stein glänzt silbern und irisierend und überträgt seine Energien in das Innere. Er wird für das sogenannte Kristallsehen verwendet und dient als Spiegel der Seele.
  • Mahagoniobsidian: Die Kombination aus Rotbraun und Schwarz verleiht Kraft und Stärke. Die Energiezentren des Körpers, der Seele und des Geistes werden stimuliert. Spannungen können besser abgebaut und Blockaden gelöst werden.
  • Rauchobsidian: Rauchobsidian ist eine andere Bezeichnung für die Apachenträne, zurückzuführen auf das rauchige Äußere.
  • Blau-grüner Obsidian: Herz- und Halschakra stimulierend vereinigt der blau-grüne Stein die Eigenschaften des blauen und des grünen Obsidians. Er unterstützt bei der Energieübertragung und stellt ein optimales Gleichgewicht zwischen Körper, Seele und Geist her.
  • Stahlblauer Obsidian: Ein schwarzer Obsidian mit einem irisierenden Schimmer wird als stahlblau bezeichnet. Die Schattierungen reichen von Puderblau bis zu Indigoblau. Diese Varietät stärkt die Intuition und die Wahrnehmungsfähigkeit. Auf körperlicher Basis hilft er bei Rückenmarkserkrankungen und Wirbelsäulenschäden.

Mit diesen Varietäten steht der richtige Stein für jede Lebenslage und viele Zielsetzung zur Verfügung. So empfiehlt sich der Obsidian als Begleiter für Menschen in allen Situationen.

Sternzeichen und Esoterik: Der Topas in der Astrologie

Die positiven Eigenschaften von Edelsteinen sind schon seit der Antike bekannt. Die Esoterik teilt einzelne Edelsteine und Schmuckstücke den zwölf Monaten und den Sternzeichen zu. Der Topas wird dem Sternzeichen Wassermann als Hauptstein zugeordnet. Bei ihnen steigert der Edelstein das Selbstbewusstsein und bringt ihn näher an die Selbstverwirklichung. Zusätzlich ist er ein wichtiger Nebenstein für das Sternzeichen Schütze. Schützen bekommen vom Topas Mut und ein gesteigertes Durchhaltevermögen.

Die Zuordnung als Planetenstein ist nicht eindeutig. Während der gelbe Topas dem Planeten Merkur zugeordnet wird, gibt es für den blauen Topas keinen speziellen Planeten. Als Monatsstein oder Geburtsstein bringt der Topas Menschen, die im November geboren sind, Ruhm und Ansehen. Sie bewahren einen klaren Blick und erkennen Risiken und Gefahren. Die Zuordnung als Monatsstein erfolgt unabhängig von der Zuordnung als Geburtsstein oder zu den Tierkreiszeichen.

Anwendungsmöglichkeiten für optimale Wirkung

Damit der Topas seine Wirkung optimal auf den Körper oder die Seele übertragen kann, ist es vorteilhaft, ihn direkt auf der Haut zu tragen. Zum Beispiel an einer Kette um den Hals oder mit einem Silberring am Finger. Der direkte Hautkontakt ist sehr förderlich, damit er seine Wirkung voll entfalten kann. Er eignet sich auch für die Meditation, wobei hierfür bloßes Betrachten genügt, um seine Energie aufnehmen zu können. Bei der Meditation verströmt der Edelstein eine beruhigende Wirkung. Am besten dringen die positiven Schwingungen durch das Halschakra in den Körper ein. Die zarten Schwingungen breiten sich aus und harmonisieren das Gefühlsleben. Bei Schlaflosigkeit hilft es, den Edelstein mit ins Bett zu nehmen oder vor dem Schlafengehen ein Glas Elixier zu trinken. Dafür wird der Topas für zwölf Stunden in ein Glas Wasser eingelegt.

Warnhinweis:

Die Edelsteinmedizin darf  nur als unterstützende Heilmaßnahme eingesetzt werden. Bei länger anhaltenden Schmerzen oder unklaren Beschwerden sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.