Heilsteine

Topas – der heilige Stein

Topas – der heilige Stein

Was ist der Topas?

Der Topas ist ein Edelstein, der auch unter dem Handelsnamen Finder’s Diamant bekannt ist. Weitere Bezeichnungen für den Edelstein sind Stangenstein, Physalith oder Tarnstein. Das häufig vorkommende Inselsilikat besteht aus Fluor- und Hydroxidionen. Der Topas hat ein eine kristallisierte orthorhombische Kristallstruktur. Er ist vollkommen spaltbar und hat einen muscheligen, unebenen Bruch. Der sehr harte Edelstein hat eine Dichte von 8 nach Mohs. Die Strichfarbe ist weiß. Er ist durchsichtig bis durchscheinend und besitzt einen Glasglanz. Beim Gedanken an den Topas, kommen zunächst farblose, blaue oder bräunliche Edelsteine in den Sinn. Allerdings gibt es diesen Edelstein auch in sehr exklusiven Farben. Er wird als Schmuck- und Heilstein verwendet.

Der Topas unterstützt bei der Selbstverwirklichung und trägt dazu bei, Nervenstärke zu bewahren. Alle Variationen des Topas sind recht wertvolle Edelsteine. Erhältlich als Rohsteine, flussgerollte Kristalle, Kristalle, Trommelsteine, Handschmeichler, Anhänger oder Ketten befinden sie sich eher im gehobenen Preisbereich. Dabei erfolgt die Gewichtangabe des Edelsteins in Karat. Das Karatgewicht sowie die Reinheit, Farbe und Herkunft haben letztendlich Einfluss auf den tatsächlichen Preis. Der Edelstein besitzt einen starken Glasglanz, wodurch er sich sehr gut für den Schliff eignet. Durch Treppen-, Scheren- oder Facettenschliffe wird seine nicht sehr kräftige Farbe optisch verstärkt.

Entstehung und Herkunft von Topas

Der Name des Edelsteines stammt von einer Insel im Roten Meer. Ihr Name: Topazos. Allerdings ist das etwas irreführend, denn hier wurde eigentlich Olivin abgebaut, das sehr oft mit dem Topas verwechselt wurde. Der Topaz entsteht vorwiegend bei der Metasomatose von fluorhaltigem Gas auf saurem magmatischem Gestein. Er bildet eigene Gesteinsgruppen und ist sehr witterungsbeständig. Daher findet man ihn auch oft in Flusssedimenten. Die unterschiedlichen Farben des Topas entstehen durch unterschiedliche Materialien, die beigemengt wurden. Kommt Phosphor hinzu, erhält der Stein eine goldene Farbe, durch Mangan färbt er sich braun, Eisen lässt ihn blau und rot schimmern und Chrom sorgt für eine gelbe Färbung.

Meistens tritt der Topas mit Beryll, Apatit oder Mineralen aus der Gruppe der Turmaline auf. Bei günstigen Bildungsbedingungen können Topaskristalle sich zu einer beachtlichen Größe entwickeln. Selbst Exemplare mit 100 kg und mehr wurden bereits mehrfach gefunden. Mit einem Gewicht von 2500 kg stammt der größte jemals gefundene Topas aus Mosambik. Das Hauptfundland von Topas ist Brasilien. Hier gibt es große Lagerstätten, in denen mitunter auch sehr große Kristalle mit beachtlichem Edelsteingewicht entdeckt wurden. Weitere Fundorte sind:

  • Afghanistan
  • Deutschland
  • Japan
  • Mexiko
  • Birma
  • Norwegen
  • Pakistan
  • Russland
  • Sri Lanka
  • Tschechien

Geschichte des Topas

Bereits in der Bibel wurde der Topas erwähnt. Im Brustschild Aarons soll der Edelstein dafür gesorgt haben, ihn in Gefahrensituationen unbesiegbar zu machen. Neben weiteren elf bedeutenden Edelsteinen wurde auch der Topas in die Stadtmauer des Himmlischen Jerusalems eingebaut. In der Offenbarung des Johannes war er der neunte der zwölf Grundsteine. Sie sind die sogenannten apokalyptischen Steine und sollen Feinde abwehren. Gleichzeitig stehen sie für Schönheit und Glanz.

Auch in der Antike war der Topas ein bedeutender Edelstein. Er galt als Machtsymbol für den Herrscher und soll diesem Weisheit verliehen haben. Als Sinnbild für den Sonnengott Ra galt er im alten Ägypten. Auch in der hinduistischen Mythologie verehrte man den Topas und schätzte ihn als kostbaren Helfer. Schon früh glaubten die Menschen daran, mit dem Edelstein den Verstand zu schärfen und das Leben zu verlängern. Bei verschiedenen Heilungsritualen wurde er in Afrika verwendet. Die alten Griechen und Römer verbanden mit dem Topas Apollo, den Gott des Lichts, die sittliche Reinheit, die Künste und die Weissagung. Im Mittelalter wurde er immer mehr zu einem wertvollen Schmuckstück.

Bedeutung des Topas

Der Topas ist einer der begehrtesten und bekanntesten Schmucksteine. Die Bedeutung des Topas war schon im Mittelalter und in der Antike enorm. Heute wie damals werden ihm heilende Kräfte und Wirkungen nachgesagt. Er gilt als inspirierender Heilstein, der die Nerven stärkt und die Konzentration fördert. Er steht als Symbol für die Treue und stimuliert darüber hinaus die geistige Entwicklung.

Psychische, seelische und körperliche Wirkung

Der inspirierende Edelstein weckt die musischen Eigenschaften im Menschen. Daher vertrauen viele Sänger, Maler und Schauspieler auf ihn als Glücks- und Schutzstein. Als Verbindung zwischen Himmel und Erde stellt er auch eine Verbindung zur Umwelt her. Der Topas fördert die Selbstbestimmung, den Freiheitsdrang, die Weitsichtigkeit und die Toleranz. Am Körper beruhigt er die Nerven und stärkt Herz und Kreislauf. Er unterstützt außerdem bei der Behandlung von Depressionen, Schlaflosigkeit und Erschöpfung. Die Wirbelsäule wird durch den Topas gekräftigt und die Geschmacksnerven werden stimuliert. Der Stoffwechsel wird angeregt, da der Heilstein wichtige Nährstoffe und Energien einfließen lässt. Die entgiftende Wirkung ist unter anderem auch bei Leber- und Nierenerkrankungen zu erkennen. Verletzungen und lokale Infektionen werden durch den Topas gelindert.

Zugesprochene Heilwirkungen der unterschiedlichen Varietäten des Topas

Die Steinheilkunde sieht den Topas als Stein der Selbstverwirklichung an. Er wirkt sich positiv auf den Körper, den Geist und die Seele aus. Je nach Variation des Edelsteins und seiner Farbgestaltung stehen bestimmte Wirkungsbereiche im Vordergrund.

  • Silbertopas: Der farblose Topas löst Blockaden bei der geistigen Entwicklung und wirkt lindernd bei Sehschwächen und Augenleiden.
  • Blautopas: Der hellblaue Topas sorgt dafür, dass Verlässlichkeit und Sicherheit gegeben ist. Die natürliche Autorität wird gefördert. Nervosität wird bekämpft.
  • Rauchtopas: Der hellbraune Topas stärkt die Selbstsicherheit. Er verleiht Gelassenheit und hilft dabei, Erfahrungen zu verarbeiten. Er wirkt stärkend auf die Nerven und die Verdauung.
  • Gelber Topas: Der gelbe Topas stärkt das Selbstbewusstsein und hilft dabei, die eigenen Erfolge anzuerkennen. Er wirkt verdauungsfördernd und stärkt Magen, Pankreas und Dünndarm.
  • Goldtopas: Der Goldtopas trägt dazu bei, die eigene Individualität und Einzigartigkeit zu erkennen und zu akzeptieren. Er wirkt heilend bei Depressionen, Nervenleiden und Verdauungsproblemen und fördert die Fruchtbarkeit von Frauen.
  • Topas Imperial: Der Topas Imperial sorgt für Großmut und Großzügigkeit. Die eigenen Talente werden erkannt und gefördert. Seine antidepressive, nervenstärkende und fruchtbarkeitsfördernde Wirkung ist sehr positiv.
  • Pinktopas: Charisma, Herzlichkeit und Seelenwärme werden gefördert. Auch die Selbstliebe wird unterstützt. Auf den Körper wirkt er positiv bei Nervenleiden, Herzbeschwerden und Unfruchtbarkeit.
  • Weißer Topas: Der weiße Topas unterstützt den Heilungsprozess bei Verletzungen. Er hilft dabei, Wünsche zu verwirklichen und regt den Stoffwechsel an.

Sternzeichen und Esoterik: Der Topas in der Astrologie

Die positiven Eigenschaften von Edelsteinen sind schon seit der Antike bekannt. Die Esoterik teilt einzelne Edelsteine und Schmuckstücke den zwölf Monaten und den Sternzeichen zu. Der Topas wird dem Sternzeichen Wassermann als Hauptstein zugeordnet. Bei ihnen steigert der Edelstein das Selbstbewusstsein und bringt ihn näher an die Selbstverwirklichung. Zusätzlich ist er ein wichtiger Nebenstein für das Sternzeichen Schütze. Schützen bekommen vom Topas Mut und ein gesteigertes Durchhaltevermögen.

Die Zuordnung als Planetenstein ist nicht eindeutig. Während der gelbe Topas dem Planeten Merkur zugeordnet wird, gibt es für den blauen Topas keinen speziellen Planeten. Als Monatsstein oder Geburtsstein bringt der Topas Menschen, die im November geboren sind, Ruhm und Ansehen. Sie bewahren einen klaren Blick und erkennen Risiken und Gefahren. Die Zuordnung als Monatsstein erfolgt unabhängig von der Zuordnung als Geburtsstein oder zu den Tierkreiszeichen.

Anwendungsmöglichkeiten für optimale Wirkung

Damit der Topas seine Wirkung optimal auf den Körper oder die Seele übertragen kann, ist es vorteilhaft, ihn direkt auf der Haut zu tragen. Zum Beispiel an einer Kette um den Hals oder mit einem Silberring am Finger. Der direkte Hautkontakt ist sehr förderlich, damit er seine Wirkung voll entfalten kann. Er eignet sich auch für die Meditation, wobei hierfür bloßes Betrachten genügt, um seine Energie aufnehmen zu können. Bei der Meditation verströmt der Edelstein eine beruhigende Wirkung. Am besten dringen die positiven Schwingungen durch das Halschakra in den Körper ein. Die zarten Schwingungen breiten sich aus und harmonisieren das Gefühlsleben. Bei Schlaflosigkeit hilft es, den Edelstein mit ins Bett zu nehmen oder vor dem Schlafengehen ein Glas Elixier zu trinken. Dafür wird der Topas für zwölf Stunden in ein Glas Wasser eingelegt.

Blutende Wunden stillt der Topas durch direktes Auflegen. Da es vom Topas verschiedene Varietäten gibt, haben die unterschiedlichen Farben jeweils ihr spezielles Chakra. Ohne viel Fachwissen kann man selbst herausfinden, welche Anwendungsmöglichkeit am besten geeignet ist. Kribbelt es leicht oder entsteht ein Wärmegefühl, wenn der Topas aufgelegt wird, ist es der richtige Heilstein. Der Edel- und Heilstein wird vorwiegend als Schmuckstein verwendet. Er ist vollkommen spaltbar und daher schwierig zu bearbeiten. Häufig werden farblose Steine durch Bestrahlung farblich verändert oder andere, weniger wertvolle Edelsteine als Topas verkauft.

Reinigung und Pflege – damit der Topas nicht an Kraft verliert

Durch das Tragen und Anwenden des Topas verliert er an Kraft und Energie. Mit der Zeit verringern sich somit seine Heilungskräfte. Daher ist es wichtig, ihn regelmäßig von den Strahlungen und Unreinheiten zu befreien, die er durch die Anwendungen aufnimmt. Zum Reinigen und Entladen eignet sich eine lauwarme Dusche unter fließendem Wasser. Eine Kette oder ein Silberring zum Beispiel reinigt und entlädt man am besten über Nacht in einer Schale mit trockenen Hämatit-Trommelsteinen.

Zum Aufladen wird der Topas am besten über Nacht in eine Schale mit Bergkristall gelegt. Die Kraft der Morgensonne verstärkt die Aufladung. Allerdings ist zu beachten, dass es lediglich die Morgensonne sein darf, da die Kraft der Sonne bei sehr vielen Edelsteinen die Farbe entzieht. Daher werden viele Topas, die zu starker Sonnenausstrahlung ausgesetzt sind, mit der Zeit immer blasser.

Vorsicht vor Fälschungen

Nur ein echter Edelstein hat die beste Wirkung. Die Ähnlichkeit des Blauen Topas zum Aquamarin macht eine Verwechslung nicht ausgeschlossen. Fälschungen lassen sich vor allem bei künstlichem Licht oder auf Bildern nicht eindeutig erkennen. Die beste Möglichkeit, auf Anhieb zu erkennen, ob es sich um eine Fälschung oder einen echten Stein handelt, ist der Gewichtsvergleich. Verglichen mit einem Aquamarin ist der Topas deutlich schwerer. So genannte Echtheitszertifikate lassen den Brechungsindex erkennen. Dieser zeigt das Maß und die Intensität des Lichts, das durch den Stein gebrochen und reflektiert wird. Beliebte Imitate bestehen aus blauen Spinellen, synthetischem Quarz oder auch Glas. Imitationen aus Glas lassen sich am einfachsten als solche erkennen.

Warnhinweis:

Die Edelsteinmedizin darf  nur als unterstützende Heilmaßnahme eingesetzt werden. Bei länger anhaltenden Schmerzen oder unklaren Beschwerden sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.